Schatzkiste 73 – Digitalisierung, Innovation, Querdenken

Guten Morgen,

Na, schon auf die Schatzkiste gewartet? Hier sind die drei Nuggets der Woche:

Nugget #1 ist eine der neuen Folgen des Changeriders. Philipp Depiereux haut eine Folge nach der anderen raus. Kürzlich hat es ihn nach Ostbelgien verschlagen. Die Folge hat auch gleich noch ein bisschen meine Geografiekenntnisse aufgebessert. Oliver Paasch ist Ministerpräsident dieses Teils von Belgien und erklärt die Benefits der Digitalisierung für den ländlichen Raum. Beim Thema ortsunabhängiges Arbeiten schlägt er in die gleiche Kerbe wie ich in meinem Artikel zum Thema Remote Work. Interessant sind aber auch seine Ausführungen zum Thema Bildung. Dabei geht es weniger darum Schulen mit iPads zu versorgen, sondern Schüler inhaltlich fit für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu machen.
(30 min, Video, deutsch)

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/-93Y4A-yODE

 

Nugget #2 ist schon wieder ein Artikel aus der Harvard Business Review, die immer ganz gute Beiträge zum Thema Innovation haben. Peder Inge Furseth und Richard Cuthbertson zeigen auf wie man sein Innovationsbudget vernünftig einsetzt. Die Autoren führen erstmal die Begriffe Innovation Capacity und Innovation Ability ein. Ersteres kann man leicht mit Geld kaufen, reicht aber alleine nicht aus. Viel hilft nicht notwendigerweise viel. Nokia und Kodak dienen als Beispiele für Unternehmen mit großer Innovation Capacity. Das Ergebnis dürfte allen bekannt sein. Daraus leiten die Autoren drei Lehren ab, die sich für mich aber auf eine Botschaft reduzieren lassen. Innovation muss value-driven sein. Das kann auch heißen, dass man dazu ein anderes Business Model benötigt.
The Right Way to Spend Your Innovation Budget (6 min, Text, englisch)

Eine Zutat für Innovation Ability ist das Sowohl-als-auch-Denken. Darüber schreibt Christoph Schlachte in Nugget #3. In unseren Filterblasen fühlen wir uns alle sehr wohl. Ist ja schließlich viel stressfreier, wenn die Anderen unserer Meinung sind. Wir ignorieren Komplexität, sehnen uns nach simplen, eindeutigen Antworten und der einen Wahrheit. Der folgende Satz im Artikel zeigt einen Teil der Lösung:

Dazu braucht es Führungskräfte, die zum Querdenkertum fähig sind und dies zugleich ihren Mitarbeitern zutrauen und gestatten.

Das ist konträr zum traditionellen Führungsbild, wo Führungskräfte klare Ansagen machen, immer Antworten wissen und kontrollieren, dass Anweisungen eingehalten werden. Im Industriezeitalter mag das noch sinnvoll gewesen sein. In Zeiten von Komplexität ist das tödlich – siehe die Beispiele in Nugget #2. Also ihr Führungskräfte, habt Mut zum Querdenken, feiert das sowohl-als-auch und vor allem ermutigt zum Widerspruch! Dann wächst auch die Innovation Ability.
Warum uns das Sowohl-als-auch-Denken so schwer fällt (4 min, Text, deutsch)

Ich wünsche Dir ein Wochenende. Frohes Querdenken 😉

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.