Schatzkiste 85 – Innovation & Organisation

Wie bereite ich den Nährboden für Innovation? Ist Innovation nur was für R&D? Wie hält man seine Organisation fit, um mit Überraschungen umzugehen? Die Video-Schatzkiste liefert Antworten. Konsumiert ist sie schneller als eine Folge deiner Lieblingsserie.

Los geht es mit Astro Teller, dem Kopf von Alphabet’s Moonshot-Schmiede X. Er erzählt wie er den Nährboden für Innovation bereitet. Das geht nicht etwa durch die geschickte Kombination von verschiedenen Methoden. Vor allem auf das Mantra „Fail fast“ hat er es abgesehen. Selbst wenn man den Leuten erzählt, dass Scheitern nicht schlimm ist und keine Konsequenzen hat, sie werden es trotzdem erstmal meiden. Sein Vorschlag ist sehr überraschend. Feiere die Leute dafür, dass sie ein Projekt killen. Auch ein Projekt das gut ist. “If you can’t afford crazy, you can’t afford brilliant.”
Die Ausführungen sind erstmal irritierend, aber wenn man eine Weile drüber nachdenkt macht es absolut Sinn. Sein Schlusswort ist die Überleitung zum zweiten Video. Jeder kann innovieren, denn alle Kinder sind hyper-kreativ. Wir haben das nur mit der Zeit verlernt.
Danke übrigens an Judith Braun für das Teilen dieses Goldstücks auf Twitter. (18 min, Video, englisch)

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Video-Link: https://youtu.be/3SsnY2BvzeA

Weniger bekannt als Astro Teller ist Dominque Pfeiffer. Der hat bei Philipps einen Innovator’s Club gegründet und damit einen ähnlichen Weg beschritten wie ich vor circa zwei Jahren. Alle an Deck lautet die Devise, denn Innovation ist eben nicht nur was für Research & Development Teams. Die Zahl von 10% Teilnehmern halte ich für realistisch. Mit 50-100 Personen in einem mittleren Unternehmen bzw. Standort kann man einiges bewegen. Wie sind in deinem Unternehmen die Innovationsbegeisterten vernetzt? Würde mich über Austausch freuen.
PS: Ich war übrigens auch schon mal bei 12min.me auf der Bühne. Meinen Auftritt findest du auf der Seite mit den Vorträgen.
(12 min, Video, deutsch)

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Video-Link: https://youtu.be/kTkFRNHDVLs

Und wie führe ich meine Organisation nun entsprechend? Mark Poppenborg erklärt das in sieben Folgen Future Leadership to Go. Eine Folge pro Prinzip. In Folge 7 erklärt er warum es in einem Umfeld mit vielen Überraschungen weniger auf Planung und Effizienz sondern auf Fitness ankommt. Da ich Sportanalogien liebe, möchte ich das nochmal am Beispiel einer Basketballmannschaft veranschaulichen. Nehmen wir an die würde an eine Saison wie ein traditionelles Unternehmen herangehen. Ziel ist Meisterschaft. Plan ist durchschnittlich 75 Punkte pro Spiel zu machen, denn die „Marktforschung“ hat ergeben, dass man in den vergangenen Jahren so Meister wurde. Fünf Spieler reichen. Jemand auf die Bank zu setzen, wäre ja Verschwendung. Man würde am Anfang der Saison Basics wie Körbe werfen, Dribbeln und Verteidigen schulen. Ansonsten lernt man die Fertigkeiten ja im Spiel (=Wertschöpfung). Jetzt kommen aber die Überraschungen ins Spiel. Jemand verletzt sich, eine gegnerische Mannschaft verteidigt dein Offensivsystem besser als gedacht, eine Reihe von Schiedsrichterentscheidungen bringt dich aus dem Konzept, der Gegner foult viel mehr als sonst. Wenn du nun keine Redundanz in Form von Ersatzspielern hast, nicht ein neues Offensivsystem parat hast, mentales Training und Freiwürfe trainiert hast, sieht es mit der Meisterschaft schlecht aus. Ich denke du verstehst dieses Analogie. Die restlichen 6 Videos sind übrigens ebenfalls sehenswert und es lassen sich ähnliche Analogien herstellen. (8 min, Video, deutsch)

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Video-Link: https://youtu.be/4iPMrAVYQoo

Viel Spass beim Video schauen!

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